Schwitzhütte - Lebensritual der Völker im Norden


Wir freuen uns, nach Jürgens Wechsel in die andere Welt die Tradition der Schwitzhütten bei uns fortzuführen und haben dafür Thomas Wiener gewonnen. Thomas ist Taekwondo Großmeister, 6. Dan. In seiner Schule in Berlin verbindet er in einem speziellen Trainingssystem die Philosophien des Zen und Taekwondo miteinander. Seit vielen Jahren bezieht er, besonders für Seminare, Schwitzhütten-Zeremonien ein. Thomas wurde von den Lakota in die Tradition der Schwitzhütten eingeweiht. Sie dienen, genau wie auch das Training im Zen-Taekwondo, der Auseinandersetzung mit sich selbst, mit Körper und Geist, und beides trägt zur Harmonisierung von Körper, Geist und Seele bei.

Wir freuen uns auf unsere erste Schwitzhütte mit Thomas!

Wir laden herzlich ein zur
Schwitzhütten - Zeremonie
am 27. / 28. Juni 2026

 


Die Schwitzhütte ist die bekannteste Zeremonie der Heiligen Sieben Riten. Das INIPI wurde den Sioux von der Weißen Büffelkalbfrau überliefert. Der Name leitet sich aus der Sprache der Lakota ab: „In“ (Stein, Fels) und „Pi“ (Hütte, Haus). 

 

Wie läuft eine Schwitzhüttenzeremonie ab?

Das Grundgerüst der Hütte wird aus Weidenruten geflochten und dann jeweils gemeinsam mit Wolldecken bedeckt. Nachdem "alle unsere Verwandten" eingeladen sind, wird in der Feuerstelle vor der Hütte das Feuer aufgebaut, gemeinsam werden die Steine geweiht und darauf aufgeschichtet. Der/Die FeuerhüterIn entzündet das Feuer, das die Steine erhitzt. In eine traditionelle Lakota-Schwitzhütte tritt man bekleidet ein. Männer in Shorts und Frauen in einem Kleid.

Alle Teilnehmer sitzen drinnen im Kreis und die ersten heißen Steine kommen herein. Wir kehren symbolisch und rituell zurück in den Schoß von Mutter Erde, die alles Leben hervorbringt. Die Tür wird dann geschlossen, die Hitze kann nicht mehr entweichen und es wird vollkommen dunkel. Wasser wird auf die glühenden Steine gegossen. Dadurch entsteht heißer Wasserdampf, der sich in der Hütte ausbreitet. Eventuell werden Kräuter oder Harze verräuchert.  Es werden 4 Runden durchgeführt, das heißt, die Tür wird 4 Mal geschlossen und geöffnet. Jedes Mal können neue Steine in die Hütte gelegt werden. Nach dem 4-maligen Öffnen kommen die Teilnehmer wieder heraus, werden der Welt wieder "neu geboren". Während wir schwitzen, singen wir (Lakota-Lieder), beten oder meditieren in Stille. Keine Schwitzhütte ist gleich, die heißesten Hütten müssen nicht unbedingt auch die intensivsten sein. Die Zeremonie gestaltet sich ganz nach den Menschen, die dafür zusammenkommen, der jeweiligen besonderen Atmosphäre des Platzes, der Region, der Welt und des Universums und sie hängt von den Themen, Gebeten und dem Zeremonienleiter ab.

Auf jeden Fall werden wir mit den Elementen Erde, Wasser, Feuer und Luft in tiefen Kontakt kommen und können tief eintauchen in die Wahrnehmung der Verbindung unserer Existenz mit der Schöpfung und allen Wesen, die uns umgeben.

 

Wann ist Deine Zeit für eine Schwitzhütte:

Wenn Du neue Energie tanken möchtest, inneren Stress abbauen und ein neues Selbstbewusstsein entwickeln willst, Krankheiten heilen willst oder persönliche Probleme zu lösen hast, für Mitmenschen beten möchtest. Die Zeremonie steht allen offen. 

Wenn Du Kinder mitbringen magst - gern. Sie können mit uns in die Hütte gehen, meist für die erste Runde. Während Du drin bist und sie ggf. nicht, sollte gut für sie gesorgt sein. Wir sprechen dann am besten vorher, was es braucht.

Wir werden unsere Schwitzhütte an diesem WE neu bauen. Du kannst also schon ab Freitag dabei sein. 

 

Zeiten:
Schwitzhütten - Neubau am Freitag, Beginn 14 Uhr
Zeremonie: Samstag, 27. Juni, 14:00 Uhr - Sonntag, 28. Juni, ca. 13 Uhr


Unterkunft:
in eigenem Zelt, 2 Bauwägen, Glashaus, Baumhaus (mit 1,40er Bett), Mattenlager in der Jurte


Kosten: 30
 € für das Holz plus Spende für den Platz und für die Leitung der Zeremonie

bitte mitbringen: ein give away für den/die FeuerhüterIn, Schwitzhüttenkleid/-hose, 2 Handtücher, ggf. eigenes Zelt, Isomatte, Schlafsack, Gemüse für die Suppe am Abend, Essen für das Frühstück am nächsten Morgen

 

Ort: Natur-Camp Ragösen/Fläming

 

Platzinfo: bei Anke unter 0172 975 21 60
Wir freuen uns auf Dich!
Anmeldung

Jürgen Bolz
Am 14. September 2025 ist Jürgen nach kurzer, schwerer Krankheit über die Regenbogenbrücke gegangen. Über 10 Jahre hat er im Naturcamp die Schwitzhütten geleitet. 

Dort oben werden wir gehen, werden wir gehen, du und ich.
Die Milchstrasse entlang werden wir gehen, werden wir gehen, du und ich.
Auf dem Blumenpfad werden wir gehen, werden wir gehen, du und ich.
Und wir werden Blumen pflücken auf unserm Weg, du und ich.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                   T/M: trad. Wintu/C. Mitscha-Eibel